Geschichtliches

Ottenhofen wurde unter dem Namen "Outinhuni" im Zusammenhang mit einer Schenkung 1083 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern.

 

Die Ottenhofer und später die Grafen von Perusa besaßen hier bis 1821 eine offene Hofmark. 1928 wurde die 1818 entstandene Gemeinde vom Bezirk Ebersberg abgetrennt und dem Bezirk Erding, dem heutigen Landkreis, angegliedert.

 

Chronik der Gemeinde Ottenhofen

Im Sommer 1985 feierte unsere Gemeinde Ottenhofen ihr 900-jähriges Bestehen.

 

In der Freising'schen Chronika (erstellt um 1700) ist Ottenhofen unter dem Namen "Outinhuni" im Zusammenhang mit einer Schenkung 1083 vermutlich erstmalig genannt. Dieser Name könnte "an" oder "vor den Hügeln" bedeutet haben. In der Broschüre "Sammlung zur Geschichte der Expositur und der Hofmark Ottenhofen" von 1910 wird unsere Gemeinde "Outanhofen-Outinhofen" als ein Ort "bei den Höfen des Uto (Otto)" gedeutet. Die Namen "Gerhard Ottenhofer" und "Friedrich Esswurm" haben große Bedeutung und verweisen auf die Frühgeschichte von Ottenhofen. Noch weiter zurück stößt man auf einen gewissen "Ezzo von Outanhouen" oder "Ezzo de Outanoven" in den Jahren 1078 - 1085.


 

Das Geschlecht der Ottenhofer hielt sich über 500 Jahre bis 1544. Zu dieser Zeit (1545) geht die Hofmark Ottenhofen (oder "Outanhouen") über an den schon genannten Friedrich Esswurm, fürstlicher Münzkämmerer in München. Danach wechseln die Besitzer häufig. 1608 wird der Besitz an "Herzog Wilhelm" veräußert, der ihn schon 3 Jahre später an die "Familie Schrenck aus Egmating" weitergibt. Von 1627 - 1689 finden wir schließlich die "Aham", dann die "Rivera" und ab 1709 die "Perusa" als Besitzer. Die "Perusa", ein starkes und großes Adelsgeschlecht, regierten Ottenhofen bis 1821. Aus dieser Zeit stammt der Rokoko-Teepavillon, den Karl Felix Perusa, Hofvizepräsident, 1760 erbauen und durch seine weitreichenden Beziehungen von den damaligen besten Hofkünstlern ausstatten ließ.

Nach zwei Generationen gab es keinen männlichen Erben mehr, und so nahm ein weitläufiger Verwandter aus der savoyischen Linie der Perusa, der Französisch sprechende Baron "de la Perous", der sich "Franz Josef" nannte, die gesamte Hofmark Ottenhofen in seinen Besitz. Dieser hatte für die Verschönerung des Schlosses viel übrig und ließ auch einen Springbrunnen mit Bassin im Schloßgarten errichten. Auf seinem Sohn, genannt "Henrikus Carolus Felix", ruhte die ganze Hoffnung der Zukunft. Doch dieser ertrank in dem vom Vater im Garten angelegten Springbrunnen. Danach werden noch zehn weitere Besitzer der Hofmark Ottenhofen genannt, als letzter "Matthias Brenner" ab 1892. Sein Sohn Erwin verkaufte dann 1952 den ganzen Besitz (außer Wald) an die Bayerische Landessiedlung und damit endete die Hofmark-Geschichte.

1954 erwarb die Gemeinde Ottenhofen Schloss und Areal. Der ca. 230 Jahre alte Teepavillon ist noch heute ein Schmuckstück von Ottenhofen, während die alte Schlossherrlichkeit heute nur noch Geschichte ist. Das baufällige Schloss wurde zum Teil abgebrochen, neu erstellt und in Wohnungen umgewandelt. Der große Schlosshof ist bis heute als Schlossplatz erhalten geblieben.

Lange vor der Entstehung der "Hofmark Outanhouen" befanden sich in der näheren Umgebung einige Keltenschanzen, die etwa 200 - 300 v. Chr., also in der späteren Latènezeit, entstanden sind. Eine davon, in der Größe von 80 x 80 m, befand sich an der heutigen Straße Ottenhofen - Erding in einer Waldparzelle. Deren Wälle kann man noch bis heute erkennen. Die Kelten wurden um Christi Geburt von den Römern verdrängt. Diese legten Garnisonen an und bauten Straßen. Eine dieser Römerstraßen soll sich westlich von Ottenhofen befinden, vermutlich die Verlängerung Straubing - Erding.

 

Die Firma Franz Xaver Meiller, Werkzeugfabrik ab 1850 in München, baute 1888 ein Hammerwerk an der Sempt in Ottenhofen. Eine kleine Industrie entstand. Diverse Werkzeuge wurden hergestellt. Eine besondere Spezialität waren die geschmiedeten Pfahlschuhe. Damit wurden Holzpfähle an der Spitze überzogen, um sie leichter einschlagen zu können. Der Hafen von Rio de Janeiro ist mit Hilfe der Ottenhofener Pfahlschuhe ausgebaut worden! Schmiedemeister Max Gaiser hat in der Hammerschmiede Ottenhofen das letzte Fallbeil für das Münchner Schafott geschmiedet. Die Torbeschläge am Münchner Rathaus stammen ebenfalls aus der Meiller'schen Hammerschmiede in Ottenhofen.

1928 wurde die Gemeinde Ottenhofen vom Bezirk Ebersberg getrennt und dem Bezirk Erding, heute Landkreis Erding, angegliedert.

Text: Heinrich Forwick

 

 

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